ASTM F2724 Luxationsprüfung Mobile Bearing

Die in ASTM F2724 beschriebene Prüfung dient der Bestimmung des Widerstands eines Knieendoprothesensystems gegen einen „spin-out“ oder „spit-out“ des Mobile Bearings. Die Femurkomponente wird entsprechend 0°, 60°, 90° und maximaler Flexion ausgerichtet. Unter einer konstanten Last von 710 N (80 % über die mediale Kondyle und 20 % über die laterale Kondyle) wird eine der beiden Komponenten verschoben (anterior oder posterior) bis eine der Femurkondylen den Kontakt zum Mobile Bearing verliert. Anschließend wird die maximale Kraft bis zum Lösen der Kondylen ausgewertet und bestimmt, ob zuerst ein „spin-out“ oder „spit-out“ aufgetreten ist.

Ein „spin-out“ beschreibt eine sehr starke Verdrehung der Kniekomponenten zueinander infolge dessen ein Lösen der Femur- oder Tibiakomponente vom Mobile Bearing auftritt.

Ein „spit-out“ beschreibt ein anteriores oder posteriores Herausgleiten eines Mobile Bearings unterhalb der Femurkomponente.